Kommunales aus Aschaffenburg

Aschaffenburgs Innenstadt bröckelt

Wer mit offenen Augen durch Aschaffenburgs Zentrum geht, sieht es überall: geschlossene Läden, verhüllte Schaufenster, Aushänge mit „Zu vermieten“ oder „Coming Soon“, die oft monatelang nichts folgen lassen. Traditionsgeschäfte verschwinden, die Attraktivität der Innerstadt leidet. Die Innenstadt wirkt zunehmend leb und verwahrlost, während die Pachten vielerorts weiter hoch sind und Besitzer und Investoren auf Rendite statt Gemeinwohl setzen. Sie lassen ihre Läden lieber leer stehen, was auch noch steuerliche Vorteile hat. Insgesamt 29 Leerstände sind festzustellen und weitere Geschäfte schließen. Leerstand ist kein Naturgesetz. Er ist das Ergebnis politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen oder deren Ausbleiben. Während Onlinehandel, steigende Kosten und Kaufzurückhaltung den Einzelhandel unter Druck setzen, reagiert die Stadtplanung verhalten. Es fehlt an Konzepten für kreative Zwischennutzung, an Unterstützung für soziale und kulturelle Projekte, an Mut zur aktiven Gestaltung.

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Analyse, Bericht oder Meinungsmache?

Leserbrief zu einer „Wahlkampf-Analyse“ im MAIN-ECHO vom 24.02.2026

Der Artikel streift den Info- und Diskussionsabend von KI und Attac zum „Millionengrab Klinikum“ nur kurz, während er ausführlich andere Parteipositionen darstellt. Wer an diesem Abend teilgenommen hat, fragt sich: War es das? Weder fundierte Fachbeiträge noch differenzierte Wortmeldungen werden aufgegriffen. Stattdessen werden zwei zugespitzte Aussagen von Stadtrat Jürgen Zahn herausgelöst und kritisch kommentiert.

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KI wieder im Stadtrat: Unabhängige Stimme mit klarer Haltung

Die Kommunale Initiative (KI) wird auch in der kommenden Stadtratsperiode wieder vertreten sein. Mit einem Sitz setzt die KI ihre Arbeit fort und bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Für die KI bedeutet das Wahlergebnis vor allem einen klaren Auftrag: eine unabhängige Stimme im Stadtrat zu sein. Offen für Zusammenarbeit mit demokratischen Parteien, aber auch bereit, unbequeme Fragen zu stellen, wenn es um wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Stadt geht. Die KI versteht sich bewusst nicht als Teil eingespielter politischer Routinen. Das Motto bleibt deshalb unverändert: UNBEQUEM AUS VERANTWORTUNG.

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